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Kommt jetzt doch die bundesweite Wende zur Doppik in Deutschland?

„If you change nothing, nothing will change.” (Tony Robbins) Lange Zeit hat sich die deutsche Politik vehement gegen eine bundesweit verpflichtende Einführung der doppelten (kaufmännischen) Buchführung im öffentlichen Sektor gewehrt. Als Gründe gegen die von der EU-Kommission geplante Einführung der sog. European Public Sector Accounting Standards (EPSAS) werden unter anderem der fragliche Nutzen im Verhältnis zu den erwarteten hohen Kosten, die Gefährdung des Budgetrechts des Parlaments, die fehlende Rechtsgrundlage für eine EU-Harmonisierung sowie die faktische Abgabe der Normsetzungskompetenz an ein privatwirtschaftlichen Gremium (IPSASB) angeführt. Auch ist man der Meinung, dass sich das bestehende kameralistische System bewährt habe und es deshalb

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Öffentliche Finanzen
Prof. Dr. Sonja Wüstemann

Verschlingt der Kohleausstieg die „schwarze Null“?

Nachdem die Bundesregierung erst im Januar 2019 gemäß dem vorläufigen Abschluss des Bundeshaushalts für das Jahr 2018 einen Überschuss in Höhe von 11,2 Milliarden Euro verkünden konnte, hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz nun, Anfang Februar 2019, im Rahmen der neuen Finanzplanung bis 2023 vor einer Haushaltslücke in Höhe von insgesamt 24,7 Milliarden Euro gewarnt. Ursächlich für diese Lücke sei zum einen ein zu erwartendes schwächeres Wirtschaftswachstum und somit sinkende Steuereinnahmen, zum anderen aber auch für die Zukunft geplante höhere Ausgaben des Bundes. Hierunter fallen bspw. die von der Bundesregierung für den Kohleausstieg bis 2038 kürzlich in Aussicht gestellten und demnächst zu

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